Choräle und Volkslieder neu übersetzt

Nanu, das kenn' ich doch?!? Das wird so mancher sagen, wenn er die Melodien von Reinhard Börner zum ersten Mal hört. Der Gitarrenspieler und Liedermacher aus Wilhelmsdorf hat seit Jahren ein Konzept, das seine Musik zu etwas Besonderem macht.

Reinhard Börner ?übersetzt? Kirchenlieder, Choräle und neuerdings auch Volkslieder in eine moderne musikalische Sprache, die alte und altmodisch gewordene Melodien runderneuert wiederauferstehen lässt. Es ist Musik, die beruhigt, die unter die Haut geht, die entspannt und mitreißt und von der man nicht genug kriegen kann.

?Ich greife gerne die bekannten Melodienbögen auf, erweitere und verändere sie und finde neue Rhythmen?, erklärt der 51-jährige Musiker, der im Hauptberuf als Sozialtherapeut arbeitet: ?Manchmal reicht ein bisschen Boogie, Ragtime oder Country, und es ist ein völlig neuer Song.?

Dank seines großen musikalischen Talents und einem sicheren Gespür für die individuell zum Lied passenden Veränderungen, trägt jede seiner CDs seine unverwechselbare musikalische Handschrift. Angefangen hat alles 1994, als er mit der Wilhelmsdorfer Musikgruppe ?Saitenwind? eine CD mit selbst getexteten und komponierten Liedern herausbrachte. Nach vielen Auftritten und Tourneen wollte Reinhard Börner ein Soloprojekt machen. Zum Jubiläum der evangelischen Brüdergemeinde Wilhelmsdorf brachte er die ersten ?Choräle auf sechs Saiten? heraus. Die CD war ein Renner, schnell folgten weitere.

Südkurier vom 26. Februar 2009